Sonntag, 1. Mai 2022

Egon hat einen Plan!

 Egon hat einen Plan!

Egon ist Mitglied der Olsenbande in den Gaunerkomödien einer dänischen Filmreihe. 
Er ist der Meinung, dass seine Pläne immer das "Gelbe vom Ei" seien, aber...

Man kann nicht immer alle Eventualitäten im Vorfeld ersehen, man kann auch etwas einfach nicht beachten, weil der Gedankenfluss oder die Vorstellungskraft nicht bis ans Ende aller Möglichkeiten vorgedrungen ist. 
Das ist alles irgendwie verzeihlich. Problematisch wird es jedoch, wenn ständig Fehler gemacht werden oder sich die Fehler immer wiederholen. Und unverzeihlich wird es, wenn dabei ständig Geld verschwendet wird.
In diesem Fall geht es um Steuergelder. Unsere Politik/Verwaltung ist nämlich Egon.

Beispiele gibt es haufenweise dafür. Jeder von Euch kann bestimmt ohne zu zögern einen Fall von z. B. kostenintensivem Nachbessern nennen.
Heute soll es aber um die Mattenburgerstraße in Bederkesa gehen.

Anfang der 1980er wurde der Ortskern in Bederkesa neugestaltet. Die "Mathilde" fand ihren Platz auf dem Marktplatz und die Mattenburgerstraße und der Markt, vorher ein legendäres Gemisch aus Kopfsteinpflaster und geteerten Stellen, wurden geteert und gepflastert. Link1
Die Kosten sind mir nicht bekannt, man könnte es recherchieren, muss man aber nicht. Da es sich um eine komplette Sanierung gehandelt hat, wird es nicht ohne gewesen sein.
So eine Straße ist aber kein Saisonartikel oder Modeaccessoire, der/das nach mehr oder weniger kurzer Zeit ausgedient hat. Eher ist es eine Investition für die "Ewigkeit", besonders wenn es sich um die Hauptstraße handelt. 
Dass natürlich Ausbesserungen stattfinden müssen, ist gar nicht die Frage. Aber eine komplette Neugestaltung aus "kosmetischen" Gründen ist schon eher fragwürdig, jedoch leider eines der markantesten Merkmale der Wergwerfgesellschaft. 
Dass diese Mentalität sich auch auf Gebäude, Straßen usw. erstreckt ist erschreckend. Besonders im Hinblick darauf, dass hier großzügig mit den Steuergeldern der Bürger umgegangen wird.

Irgendwer hatte dann einen Plan, genau wie oben genannter Egon, und genauso gut durchdacht. Das ganze Areal wurde nach nur knapp 30 Jahren erneut umgestaltet. Auch hierzu keine Zahlen, da auf Anweisung von wem auch immer, der komplette Datenbestand Samtgemeinde Bederkesa aus dem Ratssystem gelöscht wurde. Es wird aber auch eine Stange Geld gekostet haben.
Bestimmt wurde auch damals viel geplant und gewichtige Verkehrsplaner, Stadtplaner etc. eingesetzt.

Diese Neugestaltung, so wie es jetzt ungefähr ist, wies aber schon nach kurzer Zeit Mängel auf. 
Die Gosse, mit Naturstein gestaltet, erwies sich als Stolperfalle. Zusätzliche Kosten: 50 000 €. 
"Nötig wird der Austausch, weil der Zementmörtel zwischen den Fugen feine Risse aufweist. Dadurch ist in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder Wasser in den Untergrund geraten, das letztlich die Steine gelöst hat. Aus der Gosse wurde ein Stolperstein-Parcours." Link2
Nun ja, da musste sich jemand wegen fehlender Kompetenz und Weitsicht wohl wieder herausreden. 
Von Anfang an waren die dekorativen Natursteine ein Hindernis für z.B. Rollatoren, das hatte in keiner Weise etwas mit eindringendem Wasser zu tun.

Der Minikreisel, erfordert mindestens 13 Meter Durchmesser, Ecke Pieper/Eiscafé verschwand dann auch wieder im Laufe der Jahre und bestimmt ebenfalls nicht kostenlos.

Jetzt ist großes Trara um die "attraktive" Einkaufsmeile, sie soll zur Probe für zwei Wochen zur Einbahnstraße werden. 
Eine nicht neue Idee, dieser Vorschlag wurde in der Vergangenheit schon öfter gemacht. Sitzmöglichkeiten und Begrünung sind auch keine Neuigkeit für Einkaufsstraßen oder Ortsmittelpunkte. 
Und Einkaufsmeile? Von 23 Läden zwischen alter Post, hier nur die mit direkter Front zur Straße, und Marktplatz sind lediglich 9, aus meiner Sicht, zum Bummeln geeignet. Die beiden Bäcker könnte man als Café noch dazurechnen, dann wären es 11. Leider haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass eine attraktive Geschäftsidee an der Gier des Vermieters scheitern musste.
Irgendwie suspekt dieses Aufbauschen einer eher unspektakulären Aktion.

Wieder werden jetzt Planer, Planer und nochmals Planer beauftragt, auch eine Projektbegleitung gibt es. Und woher kommt das Geld?
"Hinter dem Experiment steht das Projekt "Perspektive Innenstadt!" Insgesamt 755 000 Euro bekommt Geestland aus dem Sofortprogramm, das die Europäische Union aufgelegt hat, um die von der Corona-Pandemie gebeutelten Innenstädte wiederzubeleben." Link3

Von der Corona-Pandemie gebeutelt? Es sah in Bederkesa schon vor Corona nicht wirklich anders aus in der Bederkesaer "Innenstadt", was bedeutet, dass der momentane Zustand keine Folge von Corona ist und somit die Förderung unrechtmäßig beantragt wurde.
Das würde dann wohl unter Strafgesetzbuch § 264 Subventionsbetrug fallen.
 







 

Freitag, 22. April 2022

Was schert mich mein Geschwätz von gestern

 Was schert mich mein Geschwätz von gestern

So ganz mag ich diesen Spruch nicht, denn es gibt in vielen Themen neue Erkenntnisse und dann kommt man nicht umhin seine Meinung zu revidieren.
Anders sieht es in einfachen Aussagen aus, z. B. von Politikern, hier ziele ich besonders auf die großmäuligen Wahlversprechen, die ständig gemacht werden. Für mich eine elende Bauernfängerei.

Thorsten Krüger, Bürgermeister von Geestland, setzt da noch einen drauf. 

Zur letzten Wahl zum Bürgermeister verkündete er noch Folgendes: 
"Vor uns liegen gewaltige Aufgaben, die wir ganzheitlich angehen müssen."
Das diese Aussage sich auf Geestland bezieht und nicht allgemein zu deuten ist, belegt der nächste Satz:
"Die überparteiliche Arbeit in Geestland sei dafür eine gute Grundlage, sagt er."
Und:
"Er habe noch so viele Ideen und Projekte im Kopf, sagt Krüger, ...". Link1 

Nur acht Monate später sagt er dann: 
"Ich habe in Geestland alles umgesetzt, was ich umsetzen wollte." Link2

Dann kann im Kopf ja doch nicht so viel gewesen sein, wobei "viel" auch immer relativ zu sehen ist.
Oder liegt es daran, dass er seinen Willen (z.B. Energiewerk) nicht mehr bekommt, weil langsam etwas Gegenwind aufgekommen ist und seine Vorgehensweise eventuell hinterfragt wird?
Bei obenstehendem Satz von ihm sollte man nämlich genau lesen: "..., was ich umsetzen wollte." Damit geht und ging es, meiner Meinung nach und ich empfinde es als sehr offensichtlich, nie um das Wohl Geestlands oder der Bürger, sondern lediglich um ihn und die Inszenierung seiner Person, um sich als unschlagbaren Macher zu profilieren. Und es hat gewirkt.
Der Fokus liegt immer auf seinen nachhaltigen Ideen, aber kann man deswegen alles andere ausblenden? Seine Nachhaltigkeit ist lediglich ein medienwirksames Instrument, er ist einfach auf den im Trend liegenden Nachhaltigkeitszug aufgesprungen und hat dieses propagandistisch, auch mit Hilfe der Nordsee-Zeitung in Szene gesetzt. 

Die Cuxland SPD hat, kaum dass Krüger seine Kandidatur zur Landratswahl im Landkreis Cuxhaven verkündet hat, veröffentlicht, dass er ihr Kandidat ist. Begründet wird das vom SPD Vorsitzenden Oliver Lottke so:
"Krügers Einsatz für nachhaltige Politik, von Finanzen über Bildungs- und Familienpolitik bis hin zu Umwelt- und Klimaschutz biete beste Chancen, auch das Cuxland voranzubringen." 

Diese Aussage impliziert doch, dass Geestland voran gebracht wurde. In der Lebensqualität für die Bürger sicherlich nicht, was eigentlich der einzige maßgebliche Punkt für die Verwaltung und Kommunalpolitik zu sein hätte. All die Investitionen neue Schulen, Feuerweheren etc. sind nur Ergebnis eines intensiven Ausschöpfens aller Fördertöpfe, also keine nennenswerte Kompetenz.
Nachhaltig, Umwelt- und Klimaschutz und weitere fragwürdige Aktionen, dazu empfehle ich einen Blick auf ältere Posts, sowie einen Blick in unter Link3 verlinkte Facebook-Gruppe.

Müssen wir nun davon ausgehen, dass die SPD somit sämtliche undemokratischen Verhaltensweisen, sowie scheinbar sogar ungesetzlichen Vorgehensweisen, siehe auch hierzu vorherige Posts und Link3, dieses Kandidaten billigt? 
Liebe Genossen, wenn eure Urväter, die für die Sache in den Tod gegangen sind euch heute sehen könnten, würden sie sich im Grabe herum drehen. 

Interessant ist auch der Tenor, aus einigen Gesprächen heraus, dass Thorsten Krüger im Hinblick auf die anderen genannten Kandidaten, das kleinere Übel ist.
Wie ist das zu verstehen? Alles Scheiße, dann lieber die Scheiße nehmen, die am wenigsten stinkt? 
Zu den weiteren Kandidaten kann ich ich persönlich nichts sagen, da müsste ich erst einmal recherchieren, aber wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse und an all die Dokumente denke, die mir in Bezug auf Krüger vorgelegt wurden, würde ich meinen, dass dieser Sumpf schon extrem anrüchig ist. 





Sonntag, 20. März 2022

Münchhausen reloaded

 Münchhausen reloaded

eigentlich ist der Vergleich mit Münchhausen gar nicht angebracht, weil dieser im engeren Sinne nur ein "Schnacker" war. Auf dem Zusatz "Lügenbaron" liegt hier eigentlich der Fokus.

Vor einiger Zeit wurden ich und eine weitere Person gebeten, einige, eher etliche, Akten zu durchforsten und nach auffälligen Widersprüchen der Gegenseite zu suchen.
Genau das Richtige für mich, das macht mein Rechercheherz glücklich.
Wir haben eine ganze Menge gefunden. 

In diesem Post sollen ein paar davon veröffentlicht werden. Die Parteien werden hier nur mit A und B, B stellt hier die Gegenseite dar, bezeichnet. Es werden auch keine Namen genannt oder Ortsangaben gemacht.

1.
B: „... weil die Antragsgegnerin bzw. die Beigeladene oder deren Mitglieder dem Antragsteller bzw. dessen Mitgliedern zu keinem Zeitpunkt die Nutzung nach dem 21.02.2018 untersagt hat.“ 

Ein Zeuge von B, bezeugt aber in einer eidesstattlichen Erklärung:

„Am 22.02.2018 gegen ca. 09:30 Uhr erschien eine Gruppe und forderte mich zum Gespräch, weil ihnen der Eintritt verwehrt wurde.“

Es wird auch im folgenden der Erklärung nicht erwähnt, dass diese "Verwehrung" in Bezug auf diese Gruppe gar nicht stattgefunden hat. Dementsprechend hat eine Verwehrung des Eintritts stattgefunden.
Und somit ist die von B getätigte Aussage schlichtweg falsch.

2.
Hier wird es noch eklatanter, weil B etwas behauptet und in einem folgenden Schreiben aussagt, es nie behauptet zu haben:

B führt an, dass A nicht ordnungsgemäß an der Findung eines neuen Termins hingewirkt habe.

Dass diese Aussage nicht stimmt, konnte A mit entsprechenden Unterlagen beweisen. 
Daraufhin behauptete B in einem folgenden Schreiben:

„Es wird gar nicht bestritten, dass der Antragsteller mit Schreiben vom xx.xx.xxxx Termine genannt hat.“

Doch wurde es! Im ersten Schreiben bestreitet B, dass A ordnungsgemäß einen neuen Termin finden wollte. Ein Schreiben in dem mögliche Termine vorgelegt werden, ist eine ordnungsgemäße Terminfindung und legt offen, dass zuerst gemachte Aussage zur Terminfindung eine Falschaussage ist.

3.
Aussage von B:
A kann sein Angebot nicht weiter ausführen, da aus rechtlichen Gründen ein gewisser Nachweis vorliegen muss.

Dies ist falsch, es gibt keine solche rechtliche Bestimmung. Weder zuständiger Verband, noch zuständige Gesellschaft verlangen den dort angeführten Nachweis.
Weitere Anbieter mit entsprechendem Angebot und nicht vorliegendem Nachweis, wurden auch nicht aus diesem Grund ausgeschlossen.


Diese Aussagen stammen aus Gerichtsakten. Wird bei Gericht eigentlich gelesen, was da eingereicht wird? Wenn ja, liegt es dann am Erinnerungsvermögen oder an der Unfähigkeit vorhergehende und nachfolgende Aussagen im Zusammenhang zu sehen? 
Ich zumindest finde es fragwürdig, dass unsere Justiz diese widersprüchlichen Aussagen nicht registriert oder wenn sie es tut, nicht hinterfragt!

Kann man anhand oben aufgeführter Beispiele auf den Wahrheitsgehalt anderer Aussagen von B rückschließen? 
Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Wichtig ist jedoch immer, genau zu lesen, zu verstehen und wenn irgendetwas fragwürdig ist nachzuhaken und auf Widersprüche hinzuweisen.

Ach ja, an dem nächsten Stapel Akten sitze ich schon, mit der gleichen Aufgabe. Viel Hoffnung, dass dort keine widersprüchlichen Aussagen sind, habe ich nicht. Bei einem ersten Überfliegen ist mir schon etwas aufgefallen, aber da hier nichts gepostet werden soll, was nicht ausführlich recherchiert wurde, mehr dazu im nächsten Post.






Mittwoch, 2. März 2022

Autokraten, Narzissten und Danke

 Autokraten, Narzissten und Danke 

"Leck' mich am Arsch..." beginnt ein Kommentar zu einem Post in einer Facebook-Gruppe (Link1) und ich verstehe diese Reaktion.
Bei dem Post handelt es sich um ein Statement zu dem Artikel "Kritik an der Bewässerung mit Trinkwasser" der Nordsee-Zeitung vom 25.02.22 (Link2) und bezieht sich auf einen Sportplatz in Bad Bederkesa.

Diese Facebook-Gruppe und auch das Wesermünder Abendblatt versuchen seit einiger Zeit die Leute zu sensibilisieren und einmal genau hinzuschauen. Hiermit bedanke ich mich auch für das dortige, fleißige Teilen des Links von diesem Blog. Mein Dank geht an "Neeis ut'n Landkreis Cuxhoben".
Erfreulich ist auch, dass die Nordsee-Zeitung erneut das Contra, die Gegenstimmen zu einem Projekt und Kritik an einem Projekt publiziert. Viel zu lange ist das leider nicht geschehen. Mein Dank geht an Katja Gallas und die NZ.

Warum ich die Reaktion auf den Artikel verstehe? Weil er genau das dokumentiert, beweist und klar ersichtlich offenlegt, was wir versuchen zu vermitteln. 

Als erstes ist interessant, dass scheinbar das autokratische Management der Stadt Geestland Kreise zieht und sich auch auf die Vereine überträgt.
Schon vor längerem wurde mir berichtet, dass beim Verschönerungsverein mit Antritt der neuen Vorsitzenden ein neuer Ton herrscht. Hier dürfen nur Sachen veröffentlicht oder weitergegeben werden, wenn der Vorstand es genehmigt. Zur Erklärung, im Verein sind Ausschüsse integriert, die früher weitgehend autark handeln durften. Fällt nur mir hier eine Parallele auf?
Die Überarbeitung des von mir bereits beschriebenen Dokuments (Link3), sollte zum Beispiel nicht verwendet werden. Dass es dann doch anders gekommen ist, verdanken wir Menschen mit Courage, die sich nicht einfach ducken und den Mund verbieten lassen. Mein Dank geht an diese Menschen.

Und der Artikel lässt vermuten, dass es beim TSV ebenso abläuft. 
"Eine nachhaltige Bewässerung mit Regenwasser – das soll sich der Verein gewünscht haben."
Der Verein, das sind die Mitglieder und genau diese sollten vom Vorstand vertreten werden. Das hat dieser wohl jedoch nicht zur Zufriedenheit getan, denn sonst hätte sich niemand bezüglich des Problems an die NZ wenden müssen. 
Der 1. Vorsitzende des TSVs meint dagegen, dass der Verein und die Stadt in einem guten Dialog sind und dass sie sehr gerne und gut zusammenarbeiten würden, aber wohl nicht unbedingt im Sinne der Mitglieder. Fällt nur mir, auch hier, eine Parallele auf?

Zu der Bewässerung mit Regenwasser kommt folgender Satz:

"Dies sei laut Stadt nicht möglich, da Regenwasser die Leitungen verschmutze."

Da hat wohl der Nachhaltigkeitskönig "Seine Omnipotenz" Thorsten Krüger gesprochen, aber mal wieder mit Nichtwissen geglänzt. 
Wir haben doch das Glück, dass in der Stadt Geestland jemand mit Bewässerungserfahrung von großen Grünflächen sitzt, nämlich der Head Greenkeeper des Golfplatzes Hainmühlen, Ralf Hahn. Und der sagt dazu, kurz gefasst: "So ein Quatsch."

Marcus Mende, Geschäftsführer des Wasserverbands Wesermünde, zuständig für die Wasserversorgung am Sportplatz in Bederkesa, ist scheinbar auch erstaunt, dass sie von der Stadt Geestland nicht eingebunden wurde, was eigentlich üblich sei. 

Da drängt sich mir gleich wieder das "W" wie wissen und wollen auf. Entscheidungen werden wissensbasiert getroffen, es sei denn, das "Wissen" ist konträr zum "Wollen".

Der vorletzte Absatz schlägt dem Fass den Boden aus, da hier diese Wahl der Wasserversorgung als "wirtschaftlichste Lösung" bezeichnet wird. 
Hat Herr Krüger da selbst gerechnet? Sein Problem mit Zahlen zeigt sich ja immer wieder, zum Beispiel bei den Angaben der Einwohnerzahl der Stadt Geestland. Würde eine jetzige teurere Lösung sich nicht durch den Wegfall der Kosten für das Wasser amortisieren und auf Dauer dann doch die kostengünstigere Lösung sein? Von der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Thorsten Krüger will ich gar nicht mehr reden, es müssten mittlerweile eigentlich allen Leuten die Augen aufgegangen sein, in welcher Weise diese praktiziert wird.

Und nein, ich bin noch nicht fertigt: 
Es ist nicht schlüssig, warum darauf hingewiesen wird, dass es sich nur um eine Sanierung und nicht um einen Neubau handelt. Viele Sanierungen werden gemacht, um etwas nachhaltiger zu gestalten oder es wird zumindest darauf geachtet, ob bei der Sanierung nicht nachhaltige Komponenten genutzt werden können.
                                                                                                  
Dann die Sache mit dem Geld. Gut, es geht hier um Sanierungen und dass noch mehr anstehen, aber wer über 1,5 Millionen für einen so nicht gerechtfertigten, nicht einmal gesetzeskonformen Bau –Mehrzweckraum/Feuerwehrneubau Großenhain– ausgibt, sollte doch nicht über seine beschränkten Mittel klagen.
Und die nächste, nein, eigentlich die übernächste oder vielleicht auch überübernächste, sonderbare Ausgabe steht schon wieder an. Es soll ein Verkehrsplaner beauftragt werden, für eine Straße. Ihr wollt doch die Bürger beteiligen, lasst die doch erst einmal ran und wenn das nichts wird könnt ihr ja immer noch beauftragen. 
Im Hinterkopf habe ich dabei immer diese Aktion, wo am Ende dann ein paar Straßenbäume und der Kirchturm in blau angeleuchtet wurden und das alles für viel Geld.   

Und im letzten Absatz reagiert die Stadt "mit Nachdruck" auf die Nachfrage der NZ. Nette Umschreibung für "reagiert angepisst".
Den Rest kann man sich schenken, die übliche Blabla-Floskel, natürlich mit "gut und konstruktiv" versehen. 
Was aber beide, Stadt Geestland und Vorsitzender des TSVs übersehen: Das ist nur ihre Wahrnehmung, denn Mitglieder des Vereins und somit wahrscheinlich Bürger Geestlands wollen etwas anderes und es euer Auftrag im Sinne der Mitglieder und Bürger zu handeln.

Das Danke aus der Überschrift habe ich erledigt, aber wo sind die Autokraten und Narzissten? 
Hätte ich über Putin geschrieben, wäre die Überschrift sofort allen klar, so offensichtlich, wie er zu diesen beiden Typen gezählt werden kann.  
Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Schlechte liegt so nah? 






Montag, 21. Februar 2022

Blumenwiesen, Blühstreifen, Dorfblüte

Ein wunderschöner Gedanke. Man fährt im Sommer durch Feld und Wiesen und anstatt der endlosen Maisflächen, die einem auch noch die Sicht nehmen, Blumenwiesen auf denen es summt und surrt.
Der Gedanke ist bestimmt ehrenwert und gut gemeint, nur leider kontraproduktiv.
Dieser Post bezieht sich auf einen Artikel aus der Nordsee-Zeitung vom 28.01.22 (Link1).

Würde man davon ausgehen, dass sämtliche 10 000 Quadratmeter Blühpaten finden, kämen 10 000,- Euro zusammen. Das ist meiner Meinung nach jedoch hochgegriffen, auch wenn die Idee in Geestland neu ist und durch die Zeitung publik gemacht wurde. 
Deshalb geht meine Rechnung jetzt mit Blühpaten für 2500 Quadratmetern weiter.
Das wären dann 2500,- Euro. Bei 10 000 Quadratmetern Fläche kostet das Saatgut 179,- Euro (erstbester Anbieter). Dann muss das Saatgut ausgebracht werden, da gehe ich von Eigenleistung aus, wie diese zu berechnen ist, ist mir leider nicht bekannt. Zusätzlich käme noch der Verlust des Ertrages der landwirtschaftlichen Fläche hinzu, hier hören die Berechnungen dann endgültig auf, da ich damit bei dem Punkt angekommen bin, der zu bedenken ist.

Landwirtschaftliche Flächen sollten auch für die Landwirtschaft genutzt werden. Jede landwirtschaftliche Fläche, die in Deutschland verloren geht, muss irgendwo auf der Welt kompensiert werden. 
Erst im November letzten Jahres, hat die brasilianische Weltraumbehörde INPE gemeldet, dass im Zeitraum August 20 bis Juli 21, 22% mehr Regenwald vernichtet wurde als im Vorjahreszeitraum (Link2).

In dem Artikel wird bereits erwähnt, dass diese Aktion nur stattfinden kann, weil für das Jahr genug Futter da ist, also sind sich die Initiatoren der Problematik bewusst. Weshalb die blühende Wiese vorerst für ein Jahr geplant ist. 
"Dieses Jahr können sie die Blumenwiese nur ansäen, weil es Futter genug gibt. In den vergangenen drei Jahren musste Reinhard bis zu 50 Prozent der Futtermittel für seine Rinder dazukaufen." (Link1)

Da könnte man jetzt fragen: "Warum hat man mehr Rinder, als man versorgen kann?"
Man könnte auf Weidelandhaltung verweisen, zu der es interessante Forschungen und Forschungsergebnisse gibt (Link3, auf Wunsch gerne mehr Informationen). Die Landwirte in der Wesermarsch, wo man seit einiger Zeit wieder Weiden voll mit Milchkühen sieht, machen es vor.
Aber das ist nicht das Thema hier und soll es auch nicht werden.

Es soll um blühende Landschaft gehen. Von der Stadt Geestland wird immer angeführt, dass sie schon 100 000 Quadratmeter Blühstreifen initiiert hat. Die gibt es woanders auch. Wie viel hat das gekostet? 
Dabei liegt die Lösung doch so nah und würde "Blühstreifen" ohne Ende ergeben, die sogar noch Kosten einspart.
Sämtliche Randstreifen an den Feld-/Wirtschaftswegen bräuchten dafür nur eine andere Pflegemaßnahme als sie sie jetzt erhalten.
Mit welchem Argument werden diese ständig gemäht? Verkehrssicherheit? Die Wege werden von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, die von "Natur" aus eine höhere Sitzposition haben, kein "Kraut" im Seitenstreifen wächst so hoch, dass der Fahrer den Überblick verlieren würde. Autos, die in den Wegen unterwegs sind, können aufgrund des Zustandes der Wege sowieso nicht schnell fahren und Radfahrer hören, wenn sie in einen Kreuzungsbereich kommen, ob anderer Verkehr unterwegs ist. 

Durch eine kontrollierte Mahd einmal im Jahr im August, nach der anschließend das Schnittgut ein paar Tage liegengelassen und erst dann aufgenommen wird, zwingend notwendig, würden sich die Seitenstreifen erholen und zu Blühstreifen mit Wildblumen regenerieren. 

Würde nicht nur die Stadt Geestland dieses umsetzen, sondern auch die anderen Kommunen im Landkreis Cuxhaven und zusätzlich schonendere Pflegemaßnahmen an den Kreis- und Landstraßen erfolgen, hätten wir ohne viel Aufwand und Kosten bald eine blühende Landschaft. Das ist natürlich auch auf ganz Deutschland ausdehnbar.